Der Hunger der Familie ist riesig und Silke muss beim Lebensmittelkauf ständig darauf achten, dass die verschiedensten Bedürfnisse befriedigt werden. Das Essen muss schmecken (die Zielgruppe ansprechen), satt machen (Aufbau, Bekanntheit, Image der Marke), gesund sein (ROI der Werbeaktivitäten) und dazu noch ins Lebensmittelbudget (Marketingbudget) passen. Opa Walter (CEO des Unternehmens) ist kurz vor der Pensionierung und hat von der Familie zur Pensionierung noch einen nagelneuen Sportwagen bekommen. Daher ist das Lebensmittelbudget gerade etwas knapp.

Beim Lebensmitteleinkauf hat Silke eine große Auswahl (Marketingmix): Zum Beispiel Fleisch (TV), Fisch (Radio), Getränke (Out of Home), Gemüse (Print) oder Brot (Online Werbung). Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung sollte Silke eigentlich eine Mischung einkaufen. Brot war aber in den letzten 15 Jahren besonders hip und es wurden viele neue Brotsorten entwickelt, die besonders jungen Leuten gut schmecken. Die älteren Familienmitglieder mögen Brot nicht so sehr.

Da konstant Lebensmittel eingekauft werden müssen und Silke Kunde sich ständig Nörgeleien von Eltern, Onkeln und Tanten, Brüdern und Schwestern und entfernten Verwandten (Marketing, Produktmanagement, Vertrieb, Einkauf und Controlling) anhören muss, hat sie konstant viel zu tun und eine Menge Stress. Deshalb hilft ihr Tanja (Mediaplanerin) von der Großfamilie Agentur (Mediaagentur/Digitalagentur). Diese Familie kommt aus dem Lebensmittelgeschäft und kennt daher viele Bäcker (Online Vermarkter), Fleischer (TV-Sender), Gemüsebauern (Verlage und Medienhäuser), Fischer (Radiosender) und Getränkehändler (Out of Home Vermarkter).

Für eine Firmenfeier (Launch eines neuen Produktes) hat Silke von ihrem Vater Klaus Kunde (CMO/Head of Marketing) den Auftrag bekommen, ein Buffet (Werbekampagne) zu organisieren. Die Firmenfeier wurde leider kurzfristig für nächste Woche anberaumt, daher ist für die Planung des Buffets (Kampagnenplanung) wenig Zeit.

Silke Kunde bekommt von Vater Klaus nur neue Klamotten, wenn Klaus zufrieden mit dem Buffet ist. Daher wendet sie sich an Tanja Agentur und bittet sie dringend, bis heute Abend einen Vorschlag für das Buffet zu machen. Silke hat in der Eile leider etwas vergessen: In ihrer Bitte (Kampagnenbriefing) fehlen wichtige Angaben wie der Anlass der Feier, die geschmacklichen Vorlieben der einzelnen Familienmitglieder und die Anzahl der Teilnehmer. Tanja Agentur versucht verzweifelt die benötigten Informationen von Silke zu bekommen, aber diese ist kurzfristig in den Urlaub gefahren, um sich kurz vor der Firmenfeier noch einmal zu erholen.

Nichtsdestotrotz fängt Tanja Agentur schon einmal mit der Buffetplanung an, denn sie muss bis heute Abend noch drei weitere Buffetvorschläge für andere Großfamilien machen. Tanja gibt die Planung für Fleisch, Fisch, Getränke und Gemüse an ein anderes Familienmitglied ab und konzentriert sich auf den Einkauf von Brot.

Daher ruft sie zehn bei verschiedenen Bäckereien (Online Vermarktern) an und bittet sie um die aktuelle Preisliste (Request for Proposal) bis heute 17 Uhr. Von zehn Bäckereien melden sich vier vor 17 Uhr, zwei gegen 18.30 Uhr, zwei am nächsten Morgen und zwei überhaupt nicht. Gegen Mittag meldet sich auch noch ein Gemüsebauer. Dieser hat über Umwege gehört, dass Tanja Agentur ein Buffet plant. Und Gemüse ist ja sowieso viel gesünder als Brot.

Tanja sichtet nun die Brotpreislisten. Da gibt es Brot, Brötchen, Croissants, Kuchen, Törtchen, Kekse und viele andere leckere Sachen. Die Brotpreislisten sind auf Hochglanzpapier gedruckt und Tanja freut sich schon darauf, die Auswahl zu treffen. Ein wenig wundert sie sich, dass Croissants bei der einen Bäckerei 1€ und bei der anderen 5€ kosten. Auf telefonische Nachfrage erzählt ihr der Bäcker, dass die Croissants für 5€ mit Abstand die Leckersten sind und von anderen Großfamilien ständig gekauft werden.

Insgesamt hat Tanja Agentur 100€ (Kampagnenbudget) von Silke Kunde für den Broteinkauf bekommen. Für den Aufwand darf Tanja 15€ (Agenturprovision) selbst behalten, vom Restgeld muss sie die Brote, Verpackung und Transport (Kreation und Adserving) bezahlen.

Tanja versucht so gut es geht, eine interessante Mischung für Silke Kunde zusammenzustellen. Während sie mitten in der Planung ist, ruft Karl Agentur (internes Agenturprodukt), der Bruder von Tanja, an. Dieser hat vor einem halben Jahr eine eigene kleine Bäckerei gegründet. Manchmal schmeckt das Brot schon ganz gut. Um mit einer etablierten Bäckerei mitzuhalten, fehlen aber noch ein teurer neuer Backofen und ein wenig Erfahrung.

Da Karl ein netter Kerl ist und seine Brötchen ganz gut für die Feier von Silke Kunde passen, bestellt Tanja bei Karl Brötchen für 10€. Eine Stunde später ruft Großonkel Jaques Agentur an. Dieser bräunt sich gerade auf seiner Jacht an der Küste vor Cannes. Er hat Karl das Geld für die Bäckerei vorgeschossen und träumt davon, von Karls Gewinnen im Anschluss an Cannes noch einen Maledivenurlaub dranzuhängen. Wutentbrannt fordert er von Tanja, die Bestellung an Karl von 10€ auf 30€ zu erhöhen.

Währenddessen wird Silke Kunde langsam unruhig, denn Klaus Kunde möchte langsam die ersten Vorschläge für das Buffet. Seine 15-jährige Tochter hat Klaus von neuen veganen und glutenfreien Quinoabrötchen mit handgedrechseltem Koalabärenweizenschrot (neuer Werbetrend) erzählt. Klaus hat nur oberflächlich Ahnung von Brot, aber er hat Opa Walter versprochen, für ein wenig mehr Abwechslung auf der Speisekarte zu sorgen. Daher fordert er von Silke diese mit ins Buffet zu integrieren. Tanja muss danach ihre Planung noch einmal komplett von vorne machen.

Nach langem Hin und Her einigen sich Silke und Tanja auf eine Auswahl an Brot, Brötchen und Kuchen für den Nachtisch. Da Silke nicht so ganz zufrieden mit Tanja ist, darf Tanja nur noch 10€ für sich selbst behalten. Jetzt kann Tanja bei den ausgewählten Bäckereien und Karl für 90€ Brötchen bestellen. Auf dem Heimweg steckt der Bäckersjunge Tanja heimlich 5€ zu und bedankt sich für die Bestellung. Was Tanja nicht weiß: Die beiden Bäckereien backen seit einem Jahr nicht mehr selber, sondern bestellen bei der gleichen Großbäckerei. Dort wären die Brötchen 10% billiger gewesen.

Die Verpackung (Kreation) für die Brote, Brötchen und Kuchen kommt ein wenig verspätet, da Silke eigentlich keinen Kuchen wollte und daher Willi Agentur zu spät Bescheid gesagt hat. Zudem hat Willi keine Erfahrung mit Kuchen, da er bisher an der Fleischtheke beschäftigt war. Silkes bisheriger Ansprechpartner, Jean-Remy Agentur, ein entfernter Cousin von Tanja Agentur, hat einen Burn-Out und macht gerade Backpacking in Australien. Nachdem Willi nachts um drei Uhr den finalen Entwurf für die Verpackung fertig und die zahlreichen Änderungswünsche von Silke Kunde eingearbeitet hat, sieht das Ergebnis dann aber wirklich schneidig aus.

Silke Kunde, Tanja Agentur und Willi Agentur sind von den langen Stunden Arbeit mittlerweile sehr erschöpft und wollen nur noch, dass die Firmenfeier vorbei ist. Am Abend vor der Feier erfährt Klaus Kunde, dass sein Neffe Fritz vergessen hat, den Saal zu buchen. Die Firmenfeier muss um eine Woche verschoben werden. Da sich die Brote, Brötchen und Kuchen nicht so lange halten, kippt Tanja sie ungegessen in die Mülltonne.

Eine Woche später ist es dann endlich soweit. Der Tag der Feier ist gekommen und dieses Mal funktioniert alles. Alle Familienmitglieder loben Klaus und Silke für das tolle Buffet. Nur Opa Walter meckert, dass die gesunden, veganen und glutenfreien Quinoabrötchen mit handgedrechseltem Koalabärenweizenschrot nicht auch noch seine Arthritisschmerzen lindern. Um den Familienfrieden zu fahren, wirft Klaus eigenhändig den Tisch mit dem gesamten Buffet aus dem Fenster. Danach bestellt er kurzfristig bei Tanja Agentur Pizza.

Die anderen Familienmitglieder wundern sich über Walter, denn das Buffet war sehr lecker. Die Pizza ist ein wenig kalt und bietet wenig Abwechslung, daher bleibt der Großteil ungegessen. Nichtsdestotrotz ist Opa Walter zufrieden mit der Feier und möchte sie die nächste Woche wiederholen.

Mit einem leichten Kater sitzen Klaus, Silke, Tanja und Willi am nächsten Tag zusammen und besprechen die neue Feier …

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